Seit dem Jahr 1880 gibt es den Tiefstart, Der US-Amerikaner Charles Sherrill präsentierte diesen neuen Start, indem er mit einem kleinen Spaten Löcher in der Bahn, damals ja noch Aschebahn, aushob. In diese Löcher stellte er dann seine Füße und nutze sie somit zum Abdruck beim Start. Zuvor war es allgemein verbreitet als Sprinter aus dem Stand zu starten.
Zwischen 1928 und 1929 entwickelten die beiden US- Trainer George Breshnahan und William Tuttle die bis heute verwendeten Startblöcke. Seit 1937 eine Genehmigung für Startblöcke durch den Welt-Leichtathletik-Verbandes IAAF gibt.
Dennoch gehörte bis in die 50er Jahre ein Spaten zum normalen Equipment eines jeden Sprinters. Heute gehört die Tiefstart-Technik mit einem Startblock auf den Distanzen bis 400m zum Standard.
Im Jahr 1938 wurde die Windmessung bei allen Laufdisziplinen sowie beim Weit-, Drei- und Stabhochsprung eingeführt.
Seit jeher darf der Rückenwind eine maximale Stärke von 2 Metern pro Sekunde haben um Rekorden Gültigkeit zu verleihen.
In den 1920er Jahren begannen Experimente mit elektronischen Stoppuhren. Seit Anfang 1977 werden Rekorde nur noch nach elektronischer Zeitmessung anerkannt.
Von den Anfängen der Stoppuhr in den 20er Jahren bis hin zur technologischen Reife der heutigen elektronischen Zeitmessung verging mehr als ein halbes Jahrhundert. Seit dem 1. Januar 1977 akzeptiert die IAAF ausschließlich elektronisch gemessene Zeiten für die Anerkennung von Weltrekorden.
Bei der elektronischen Zeitmessung entfällt die Problematik der Ungenauigkeit, die bei der Handstoppung durch die menschliche Reaktionszeit der zeitnehmenden Kampfrichter besteht.
Der Starter löst mit seiner Startpistole die elektronische Zeitnahme aus. Neben dem optischen Signal, dem Rauch aus der Pistole und dem akustischen Signal, dem auslösen des Knalls, wird auch ein digitales Signal mittels Impuls an einen Computer übermittelt, das den Beginn der Zeiterfassung auslöst. Überquert ein Athlet die Ziellinie, wird die Überquerung per Lichtschranke erfasst und die Zeiterfassung gestoppt.
Das Startkommando in der Leichtathletik ist vielen Leuten noch aus Schulzeiten bekannt. Auf die Plätze, fertig, los – sind die drei magischen Ausrufe des Starters. Bei internationalen Wettkämpfen erfolgt das Startkommando in der Landessprache des Gastgeberlandes.
Bis heute spricht das Startkommando ein Kampfrichter und kein Computer. Geschossen wird seit 1896 mit einer Pistole. Heute ist die Pistole verkabelt und mit dem auslösen des Schusses wird die elektronische Zeitmessung ausgelöst.
Der Starter trägt meist ein Mikrofon. Die dazugehörigen Lautsprecher befinden sich an jedem Startblock, so dass es keine akustische Benachteiligung für die Athleten gibt.
Bei den Olympischen Spielen 1932 wurde erstmals eine Zielkamera eingesetzt..
Zielfotografie ermöglicht die Dokumentation einer Tausendstelsekunde, so dass auch bei sehr knappen Zieleinläufen stets eine faire und korrekte Entscheidung gegeben ist, auch wenn sie für das menschliche Auge nicht mehr nachvollziehbar ist.